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Arminis: Von Frankreich auf Platz eins
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23.11.19 11:27
loddaaa 

Moderator

Arminis: Von Frankreich auf Platz eins

Ein gut gelaunter Jonathan Clauss besuchte unseren Kids Club zur “Arminis International”-Pressekonferenz. Der DSC-Profi gab Details zu seiner außergewöhnlichen Fußballkarriere preis und stellte sein Heimatland Frankreich vor.
Jonathan, genannt Jo, berichtete von einer “ganz normalen, coolen Kindheit” in einem Dorf in der Region Elsass, die an Deutschland grenzt. Jo hat früh mit dem Fußball angefangen und ist bereits mit sieben Jahren zu RC Straßburg gewechselt. Nach vielen Jahren in den Jugendmannschaften des Vereins, bekam er anschließend jedoch keinen Profivertrag. Der fehlende Profi-Vertrag gab seinen Träumen einen Dämpfer und änderte sein bisheriges Leben. “Ich habe erstmal mit dem Fußball abgeschlossen und musste Geld verdienen.” Jo begann ein Studium und wollte Sportlehrer statt Fußball-Profi werden.
Durch kleinere Vereine fand Jo schließlich wieder Spaß am Fußball. Mehrere Stationen führten ihn zum französischen Drittligisten US Avranches, mit dem er bis in das Pokal-Viertelfinale gegen Spitzenclub Paris St. Germain kam. Die Arminis staunten über sein wunderschönes Tor aus dieser Pokalsaison und auch der sympathische Franzose erinnerte sich: “Das Tor wurde zum besten Tor des Wettbewerbs gewählt.” Das Ausmaß wurde ihm aber erst nach dem Spiel bewusst: “Ich habe mein Handy einen Tag nicht benutzen können, weil ich zu viele Nachrichten bekam.” Mit 24 Jahren erhielt Jonathan dann ungewöhnlich spät seinen ersten Profi-Vertrag beim US Quevilly: “Ich habe es nicht glauben können, dass es doch noch geklappt hat. Ich habe mir den Vertrag viermal angeschaut, um es realisieren zu können.”
Im Sommer 2018 stand Jonathans Karriere ein zweites Mal kurz vor dem Ende. Sein Berater hatte ihm falsche Versprechungen gemacht und er stand nach der Saison plötzlich ohne Verein da. Nachdem auch noch ein Transfer nach Russland kurzfristig platzte,  habe er “zuhause geweint und keinen Bock mehr auf Fußball.” Die anschließende Anfrage aus Bielefeld kam dann sehr überraschend. “Ich habe keine Ahnung, wie Arminia mich entdeckt hat, vielleicht liegt es an Gott, dass ich jetzt hier bin”, vermutete er schmunzelnd.
Seine Freunde und seine Familie fehlen Jonathan in Bielefeld natürlich manchmal, aber ansonsten vermisse er nichts. Die Mannschaft habe ihm seine Anfangszeit in Bielefeld sehr leicht gemacht: “Ich habe im Hotel auf derselben Etage wie Anderson Lucoqui gewohnt und “Andy” hat mir bei der Sprache und der Eingewöhnung geholfen. Dafür habe ich ihn ermutigt, seine Lieder zu veröffentlichen.”
Gemeinsam mit den Arminis ließ Jo die bisher vier erzielten Tore im Arminia-Dress per Video Revue passieren. “Gegen Bochum habe ich mein erstes Heimtor erzielt, die Fans in Bielefeld sind einfach unglaublich und es war ein tolles Gefühl.” Dass es bei Arminia im Moment so gut läuft, führt die Nummer 25 vom DSC auch auf den guten Teamgeist zurück. Zufriedener könnte der Franzose im Moment also kaum sein: “Ich bin das erste Mal in meinem Leben auf dem ersten Platz.”
Ganz nach dem Motto „Arminis International“ verglich Jonathan dann zusammen mit den Arminis sein Heimatland Frankreich mit Deutschland. Einwohnerzahl, WM-Titel, Olympische Medaillen oder auch Essgewohnheiten – alles wurde unter die Lupe genommen. “Jo”beichtete seine Schwäche für Crêpes: “Leider darf ich als Sportler nicht viele davon essen.” Einen großen Unterschied zwischen Deutschland und Frankreich sieht Jo in der Pünktlichkeit. Dass in Deutschland darauf Wert gelegt wird, musste der Fußballprofi erst lernen.
Und zum Ende der kurzweiligen Veranstaltungen durften auch die Arminis ihre Fragen loswerden, einige trauten sich sogar, diese auf Französisch zu stellen. So erfuhren sie unter anderem, dass Clauss den Babybauch-Jubel bei seinem Tor gegen Nürnberg einem Freund widmete, der kurz zuvor Vater geworden war und dem er zur Geburt ein Tor versprochen hatte. Bei der anschließenden Autogrammrunde stellte Jo dann begeistert fest, dass Armini Felix tatsächlich ein Clauss-Trikot trug: “Das gab es vor meiner Zeit bei Arminia noch nie, umso schöner ist es jetzt, hier so wertgeschätzt zu werden.”

Quelle: https://www.arminia-bielefeld.de/2019/11/22/arminis-von-frankreich-auf-platz-eins/

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